Mittwoch, 6. Juni 2007

Die Drittelteilung

Da haben viele Leute sich einen teuren Fotoapparat gekauft und dann knipsen sie los. Man schaut durch den Sucher oder auf´s Display, man sieht was fotografiert werden soll und dann macht man sein Bild. Tja, die Ergebnisse lassen dann sehr häufig zu wünschen übrig. Weil, einfach drauf losknipsen, das sollte man nicht machen. Man sollte sich da eher Gedanken über einen guten Bildaufbau machen. Fotografiere ich eine Person, ist es wichtig, die Blickrichtung derselben zu beachten. Diese sollte immer ins Bild hinein schauen, niemals hinaus.

Auch Bonsai haben eine „Blickrichtung“. Hier ist es dann die Linienführung des Baumes.


Verlängert man diese Linie bis zu dem Punkt wo sie auf den Boden trifft, habe ich exakt den Punkt, wo auf Ausstellungen die Beistellpflanze platziert werden sollte. Mich wundert es immer wieder, dass man gerade auf Ausstellungen bei dieser wichtigen Regel die schlimmsten Sachen sieht. Da stehen Bäume so, dass die Fließrichtung im nächsten Baum endet oder gleich gar nicht mehr auf dem Tisch.

Um nun zumindest beim Fotografieren nicht solche Fehler zu machen, gibt es die Drittelteilung.

Nein, das hat nicht direkt mit dem Goldenen Schnitt zu tun. Dafür aber viel mit Baum- sowie Bildgestaltung. Der Goldene Schnitt wird zumeist sehr exakt bestimmt. Nach ihm kann man die Verhältnisse eines Baumes sehr stimmig gestalten. Den Goldenen Schnitt kann man überall da einsetzen, wo man Proportionen in die richtigen Maße bringen will. Also auch beim Fotografieren. Beim Bonsaigestalten, wie auch beim Fotografieren wollen wir es uns aber einfacher machen. Hierfür gibt es die Drittelteilung.

Sehr viel digitale Kameras haben die Drittelteilung bereits eingebaut. Gemeint ist hier das Gitter, welches man auf dem Display sichtbar machen kann. Damit kann ich, sehr einfach, immer proportional stimmige Aufnahmen machen.

Für die Drittelteilung wird das Bild in neun gleich große Felder aufgeteilt. Platziert man den zu fotografierenden Baum auf eine Drittellinie, sodass diese ins Bild läuft, habe ich ein spannendes Foto gemacht. Ein Bild im Querformat bietet dann viel Platz, um den Baum richtig zu platzieren. Da wo die Linie auf den Boden trifft, könnte man nun noch eine Beistellpflanze hinstellen. So ist dann auch erklärt, wohin der Baum schaut. Nichts anderes machen die Japaner, wenn sie ihre Tokonomas aufbauen.

Fotografieren wir einen Baum im Hochformat, haben wir nicht so viel Platz, um die Linie bis zum Boden verfolgen zu können. Hier sollte aber auch der Fließrichtung mehr Platz einräumen.

Haben wir einen Baum „der geradeaus schaut“, also keine eindeutige Fließrichtung hat, wie z.B. eine Besenform, dann sollten wir diesen auch nicht exakt in der Bildmitte platzieren. Ihn rücken wir ein kleines Stück aus der Mitte heraus. Eigentlich genauso wie wir ihn in einer Schale platzieren würden.



Kommentare:

Peter Rentzsch hat gesagt…

Hallo Reiner,

endlich mal ein guter Beitrag zum richtig Fotografieren. Von meinem Vater habe ich dieselben Tricks erlernt. Jetzt mache ich auf dieser Weise schon instinktiv gute Fotos, wobei ich sagen muss, dass ich wie ein Scharfschütze erst anvisiere, dann das Bild in allen Belangen betrachte und dann erst abdrücke. Sogar dem Bildrauschen, der Seitenverzerrung und der Dynamik komme ich mit einer entsprechenden Voreinstellung entgegen. Der Rest ist dann mit drei Klicks am PC erledigt.

Danke für Deinen Beitrag

Peter Rentzsch

Anonym hat gesagt…

Ola, what's up amigos? :)
In first steps it is very good if someone supports you, so hope to meet friendly and helpful people here. Let me know if I can help you.
Thanks in advance and good luck! :)

Corinna Reimann hat gesagt…

Die Bilder sind wirklich fantastisch. Zeigen die Bäume in ihrer ganzen Schönheit.

Anonym hat gesagt…

pretty cool stuff here thank you!!!!!!!

Anonym hat gesagt…

This is great! How did you learn this stuff?

Anonym hat gesagt…

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